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Neuer Orlan-Raumanzug wird zur ISS gesendet; Credit: Energia Erneut wurde ein russisches Versorgungsraumschiff erfolgreich zur Internationalen Raumstation entsandt. Progress M-02M, das zweite Fahrzeug einer verbesserten Generation von Nachschubfahrzeugen verließ die Startrampe in Baikonur an der Spitze eines Sojus-U Boosters am 7. Mai um 20:37 Uhr mitteleuropäischer Zeit.

Das beim Start exakt 7.119 Kilogramm schwere Raumschiff erreichte neun Minuten nach dem Start vom Weltraumbahnhof in Zentral-Kasachstan einen ersten Übergangsorbit. Unmittelbar danach entfalteten sich die 10 Meter weit spannenden Solargeneratoren und die Kommunikations- und Navigationsantennen.

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Crew am Astrovan; Credit: NASA Schrecksekunde 10 Sekunden nach dem Abheben. Anstatt des erwarteten "Houston, Roll Programm" war deutlich ein Alarm zu hören, in dem sich Scott Altmann, Commander der Mission STS 125 mit den Worten meldete: "Houston, Atlantis, roll program with the FCS channel." Ein Druckregler im Treibstoffsystem eines der drei Triebwerke war im Moment des Abhebens ausgefallen. Das Problem zeigte sich dann glücklicherweise auf dieses Gerät isoliert. Das Triebwerk selbst schien gar nicht betroffen zu sein.

Weiterlesen: Aufstieg mit Adrenalin

Vor dem Start; Credit: ULA Carleton Bailey Erneut erfolgreicher Einsatz der zuverlässigen Delta 2-Trägerrakete. Am Dienstag dem 5. Mai brachte sie vom Startkomplex 2 der Luftwaffenbasis Vandenberg ein Raumfahrzeug mit der sperrigen Bezeichnung "Space Tracking and Surveillance System Advanced Technology Risk Reduction satellite" oder kurz "STSS-ATRR" in eine sonnensynchrone Polarbahn. Hauptaufgabe des Satelliten ist es, die Sensortechnologie zu erproben, die für das amerikanische Raketenabwehrprogramm benötigt wird.

Weiterlesen: US-Militär erprobt Abwehr-Technologie

Kobalt M; Credit: Kosmoautika Russland brachte am 29. April vom Weltraumbahnhof Plesetzk aus den militärischen Beobachtungssatelliten Kosmos 2450 in eine niedrige Erdumlaufbahn. Als Träger wurde eine Sojus U eingesetzt. Die russischen Offiziellen machten keine weiteren Angaben über die Verwendung des Raumfahrzeuges. Es handelt sich dabei aber mit Sicherheit um einen klassischen Spionagesatelliten mit Filmrückkehr-Kapsel, wie sie - im Gegensatz zu den USA - in Russland immer noch eingesetzt werden. Der einzige Typ der dafür in Frage kommt sind die Aufklärer des Typs Kobalt M, der auf dem Yantar 4K2M-Bus basieren, der seit den 70iger Jahren gefertigt wird.

Weiterlesen: Kobalt M spioniert für Russland

Start Long March 2C; Credit: China News Service Mit einer Vorankündigungszeit von weniger als 24 Stunden brachte China am 22. April einen militärischen Aufklärungssatelliten in den Orbit. Die Trägerrakete vom Typ "Langer Marsch 2C" verließ die Startrampe am Raumfahrtzentrum Taiyuan in der nordchinesischen Provinz Shanxi um 3:55 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Der Start verlief ohne Zwischenfälle und der Satellit mit der Bezeichnung Yaogan 6 erreichte wie vorgesehen seinen sonnensynchronen polaren Orbit in einer Höhe von rund 550 Kilometern.

Weiterlesen: China startet Militärsatelliten

Verladung Rakete in Long Beach; Credit: Sea Launch Eine Trägerrakete des Typs Sea Launch Zenit 3SL brachte am 20. April den italienischen Militärfunksatelliten  SICRAL 1B am 20. April erfolgreich in eine geostationäre Transferbahn. Der dreistufige ukrainisch/russische Träger verließ die Odyssey Startplattform im Zentralpazifik, stationiert auf 154 Grad westlicher Länge, um 9:16 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Die "Block DM" Oberstufe der Rakete führte zwei Brennmanöver durch, nach deren Beendigung sich der 3.040 Kilogramm schwere Satellit des italienischen Verteidigungsministeriums auf einer Transferbahn mit einem niedrigsten Bahnpunkt von 8.606 Kilometern und einem höchsten Bahnpunkt von 35.671 Kilometern befand.

Weiterlesen: Sicral 1B funkt für Italien

Liftoff; Credit: ISRO Indien brachte heute morgen einen in Israel gebauten Spionagesatelliten in den Orbit. Er soll von seiner  Bahn in 550 Kilometern Höhe wertvolle Aufklärungsdaten für die indischen Streitkräfte liefern. Bei dem Raumfahrzeug handelt es sich um einen Radaraufklärer, der seine militärischen Beobachtungsaufgaben auch bei Nacht und schlechtem Wetter durchführen kann. Auch Tarnnetze, beispielsweise über Militärfahrzeugen, sind kein Hindernis für den Späher.  
Weiterlesen: Indien startet Spionagesatelliten aus Israel

Beidou 2; Credit: Xinhua Am 14. April, um 17:16 Uhr mitteleuropäischer Zeit begann auch für China das Raumfahrtjahr 2009. Beim ersten Start wurde mit einer Trägerrakete des Typs Langer Marsch 3C (CZ-3C) der Navigationssatellit BeiDou-2 (auch: COMPASS-G2) in einen geostationären Transferorbit gebracht. Die Mission nahm am Weltraumbahnhof Xichang in der Provins Sichuan ihren Anfang. BeiDou-2 ist Chinas zweites Raumfahrzeug in der - nach seiner Fertigstellung - 30 Raumfahrzeuge umfassenden Compass-Konstellation. Damit liegt nun auch China, nach Russland und den USA bei der Errichtung eines Satellitennavigationsnetzes vor Europa, wo sich die ersten Starts der Einsatzsatelliten immer weiter verzögern.
Weiterlesen: China bringt Navigationssatelliten in den Orbit

Start World View 1; Credit: DigitalGlobe Gestern habe ich über das politische Umfeld des versuchten nordkoreanischen Satellitenstarts berichtet. Heute nun die technischen Aspekte und die Bewertung des militärischen oder zivilen Status der Mission. 

Dazu gibt es jetzt, einige Tage nach dem Start, bei YouTube erste Filmaufnahmen, welche die bessere Interpretation einiger Engineering-Details zulassen. DigitalGlobe stellt außerdem noch einige sensationelle Fotos zur Verfügung,  (hier und hier) zur Verfügung - aufgenommen vom Satelliten WorldView1 - die den Start der Rakete von Musadan-Ri aus zeigen. Die Bilder sind schon deswegen so sensationell, weil die Wahrscheinlichkeit, dass ausgerechnet zum Startzeitpunkt einer der wenigen zivilen Erdbeobachtungssatelliten mit hohem Auflösungsvermögen genau über den Startort fliegt, fast so gering ist wie ein Haupttreffer im Lotto.

Weiterlesen: Hysterie um Taepodong (Teil 2)