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Missions-Patch; Credit: Roskosmos Seit dem 1. Dezember ist viel Patz an Bord der Internationalen Raumstation, denn seit diesem Datum ist sie nur mit zwei Personen besetzt: dem amerikanischen Astronauten Jeffrey Williams und seinem russischen Kollegen Maxim Surajew.  Der russische Kosmonaut Roman Romanenko und sein Kollege Frank de Winne von der ESA hatten an diesem Tag den Außenposten mit Sojus TMA-15 verlassen. Einige Tage zuvor war bereits Nicole Stott ausgezogen, die mit der Crew der Raumfähre Atlantis zur Erde zurückgekehrt war. Doch nun bekommen die beiden einsamen Raumfahrer wieder Gesellschaft...

 Creamer Kotov Noguchi; Credit: NASA
 Sojus TMA-17; Credit: Roskosmos
 Transport Sojus TMA-17 zur Rampe; Credit: Roskosmos
 Noguchi Kotov Creamer; Credit: Roskosmos
 Prelaunch; Credit: Energia
 Launch; Credit: Energia

Ab dem 22. Dezember werden es  wieder fünf Besatzungsmitglieder sein, nachdem der russische Kosmonaut Oleg Kotov, Timothy Creamer von der NASA und Soichi Noguchi von der japanischen Raumfahrtagentur JAXA mit Sojus TMA-17 zur ISS aufgebrochen sind. Der Start am 21. Dezember, um 0:52 Uhr Moskauer Zeit (22:52 Uhr mitteleuropäischer Zeit am 20. Dezember) in Kasachstan -  einer beinharten Frostnacht - klappte einwandfrei.

Zehn Minuten nach dem Verlassen der Startrampe – der selben von der schon Juri Gagarin im Jahre 1961 seinen Flug in den Erdorbit angetreten hatte -  war die Sojus sicher auf einer vorläufigen Umlaufbahn angelangt. Die Parameter waren:  Bahnneigung zum Äquator: 51.65 Grad, Perigäum:  199.8 km, Apogäum 260.12 km, Orbitperiode: 88.8 min. Solargeneratoren und Antennen entfalteten sich wie vorgesehen, und damit konnte die zweitägige Verfolgungsjagd zur Station beginnen.

Das Anlegemanöver ist für den 22. Dezember, um 23:54 Uhr mitteleuropäischer Zeit geplant. Die Anlegestelle wird das russische Zarya-Modul der ISS sein.

Kotov, Creamer and Noguchi bilden die Crew für das Inkrement 22/23 der ISS. In den ersten drei Monaten ihres Aufenthaltes an Bord der Station stehen sie unter dem Kommando von Jeffrey Williams der gegen Ende seiner Dienstzeit die Befehlsgewalt über die Station dann an Oleg Kotov übergeben wird.

Nach der gegenwärtigen Planung sollen im kommenden Jahr vier bemannte Sojus-Flüge zur ISS starten, fünf Shuttles dort anlegen und sechs unbemannte Progress-Fahrzeuge zur Versorgung der Raumstation starten. Die Station wird 2010 erneutl vergrößert, zunächst durch die Anlieferung des Tranquillity-Moduls und der europäischen Cupola. Ein neues russisches Segment wird mit dem Shuttle zum Außenposten gebracht werden, und die letzte Shuttle-Besatzung wird das Versorgungsmodul Raffaelo permanent an der ISS belassen.

Auch der Start des zweiten ATV mit der Bezeichnung “Johannes Kepler” ist für Ende 2010 geplant, doch ist es eher wahrscheinlich, dass dieser Start in das Jahr 2011 hinüber rutschen wird.

Astra