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H-2A Start; Credit: AFP Das kennen wir sonst nur von Russland oder China: Eine militärische Weltraummission die so topgeheim ist, dass die japanischen Offiziellen sogar die sonst ständig aktive Webcam am Tanegashima-Weltraumzentrum vom Startturm wegdrehten und der Start selbst im Vorfeld nicht angekündigt wurde. Trotzdem gibt es eine äußerst ungewöhnliche Perspektive des Starts, die sie sich unbedingt hier anschauen sollten.

H-2A Start; Credit: SpaceServerNextGeneration Der 52 Meter Hohe Träger vom Typ H-2A - die 16. Produktionseinheit dieses Trägers - verließ die Startrampe 1 am Yoshinobu-Komplex um 2:52 Uhr mitteleuropäischer Zeit und lieferte seine Nutzlast, einen optischen Bildaufklärer aus der IGS (Information Gathering Satellite) -Serie  15 Minuten später auf einer polaren Erdumlaufbahn ab. Der Start verlief problemlos. Der Raumfahrzeug ist die fünfte Einheit in Japans Spionagesatelliten-Netz, das aus Bildaufklärern und aus Radarsatelliten besteht. IGS 5A gehört in erstere Kategorie. Sein Gewicht dürfte bei 850 Kilogramm liegen, sein optisches Auflösungsvermögen bei  40 Zentimetern pro Bildpunkt.

Japan etablierte das weltraumgestützte Aufklärungsnetz als Antwort auf die nordkoreanischen Lenkwaffenaktivitäten des Jahre 1998. Damals feuerte Nordkorea erstmals eine Mittelstreckenrakete über japanisches Territorium.

Der Start am Samstag war die dritte japanische Weltraummission in diesem Jahr.

Astra