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Space Elevator; Credit: NASA An Tanja Kummer gefiel der Jury besonders ihre unbekümmerte Lust am Fabulieren. Sie hat ein richtiges Kriminal-Dramolett im technischen Umfeld des Jahres 2100 geschaffen.

Aufzüge in den Himmel zu bauen und Hotels an deren Ende zu platzieren scheint recht preiswert geworden zu sein, wie sonst könnte der Besitzer der Anlage gegen Schluss alles aufgeben wollen, weil mit einer kleinen Erpressung offensichtlich mehr Geld zu machen ist als die Errichtung des ganzen Liftkomplexes plus Hotel kostet.

Die Schwächen der Story liegen in den technischen Annahmen. Irgendwie ist es wohl gelungen, Magnetfelder in Schwerkraft umzuwandeln, und die 36.000 Kilometer Höhe, die ein Space Elevator erreichen muss, um ein Objekt in einer geostationären Umlaufbahn zu halten und in der Folge Schwerelosigkeit herzustellen, werden innerhalb einer einzigen Stunde zurückgelegt (selbst um überhaupt irgendeine Erdumlaufbahn zu erreichen, wären 25.000 Kilometer vertikal zu bewältigen, damit die Horizontalgeschwindigkeit groß genug ist). In der Realität wären Besatzung und Passagiere wegen der dann notwendigen enormen Beschleunigung und Bremsverzögerung den größten Teil dieser Stunde an den Boden, resp. die Decke der Liftkabine genagelt. Doch hier ist das kein Problem, wir haben ja die variable Magnetfeld-Gravitation. Smile

Mich persönlich störte ein wenig, dass noch recht weit hinten in der Geschichte neue Personen eingeführt werden, wenn auch nur in Nebenrollen.

Alles in allem kam die Geschichte aber so frisch und keck daher, und mit einem witzigen Titel versehen, dass die Jury der Meinung war: Gehört in das vordere Fünftel der Feldes.

Machen Sie sich selbst ein Bild: Tanja Kummer - Mordsaussichten

Weiterlesen: SF-Kurzgeschichten-Wettbewerb: Platz 10

Moon Landing; Credit: Edward Valigurski Der Sciencefiction- Kurzgeschichten- Wettbewerb ist vorbei. Die Sieger stehen fest. Die Vorbereitungen für die Preisverleihung am 28. November im DLR Raumfahrtzentrum in Oberpfaffenhofen bei München laufen auf vollen Touren.

Sie erinnern sich: wir suchten ambitionierte Autorinnen und Autoren, die in Kurzgeschichten ihre Vorstellung von der Raumfahrt bis zum Jahre 2100 entwickeln sollten. Gibt es dann schon permanente Forschungsstationen auf dem Mond, Linienflüge zum Mars, Weltraumyachten oder 5-Sterne-Hotels in der Erdumlaufbahn?

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Juri Gagarin - Das LebenÜber die Person Juri Gagarin gehen die Meinungen über ihn auseinander - von "Tragischer Held" bis "Kolumbus des Kosmos". Ludmila Pavlova-Marinsky schildert in ihrem Buch "Juri Gagarin - Das Leben" den Werdegang des ersten Raumfahrers, der eine der strahlendsten Figuren des 20. Jahrhunderts war. Die Autorin lernte Juri Gagarin als Kind durch ihren Vater kennen, der mit Gagarin beruflich zu tun hatte.

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Willst du es wissen? Ein Weltraum-SachlesebuchKinder sind leicht für das Weltall zu begeistern. Und diese Bereisterung kann man nicht genug fördern, will man später junge Leute in Berufen mit Naturwissenschaften oder Technik unterbringen. Kürzlich ist ein Buch erschienen, das bestens für das Wecken dieser Begeisterung geeignet ist: "Willst du es wissen? Ein Sach-Comic-Lese-Buch über das Weltall"

Die Autoren Harry Hallas und Markus Hartmann sind der astronomie-interessierten Gemeinde nicht ganz unbekannt, illustriert wurde das Buch von Martin Weinknecht.

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Kerschbaum, Simbürger: Sonne, Mond und SterneFranz Kerschbaum kenne ich; und als Ö1-Hörerin ist mir auch der Name Franz Simbürger geläufig. Wenn diese beiden also gemeinsam ein Buch herausgeben, würde ich das auf jeden Fall lesen. Noch viel mehr interessiert es mich aber, wenn darin das gesamte Universum in kleinen, kompakten und gut lesbaren Portionen erklärt wird.

Zu den 52 Fragen kam es, weil das Jahr 52 Wochen hat. Die Fragen wurden im Jahr der Astronomie 2009 in der Ö1-Sendereihe Wissen Aktuell gestellt und von Wissenschaftlern des Instituts für Astronomie in Wien beantwortet. Ich habe viele dieser Schnipsel gehört, aber bei weitem nicht alle. Zu flüchtig ist das Medium Radio, sosehr ich es auch schätze. Schade um die wirklich gut gewählten Fragen und nicht weniger guten Antworten, dachte ich damals.

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sciencebusters-buchAls die "sexiest Science-Boygroup der Welt" bezeichnen sie sich (dazu darf man vielleicht anmerken, dass es nicht viele Science-Boygroups gibt) - sie verzapfen langweilige Wissenschaft in teuren Shows, die immer ausverkauft sind. Man erfährt Dinge, die man in der Schule freiwillig nie lernen hätte wollen. Und nicht genug damit, jetzt kann jetzt auch noch ein Buch druckfrisch erwerben: "Wer nichts weiß, muss alles glauben", mit dem verheißungsvollen Button "Jetzt mit Weltformel". Na dann...

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