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J wie Jahreszeiten, Credit: D. B. Herrmann, MOZAm 21. Dezember um 12 Uhr und 12 Minuten passiert etwas Wichtiges. ... Die Tage werden wieder länger! (Was dachten Sie?!) An diesem Tag erreicht die Sonne die tiefste Stellung am Himmel der Nordhalbkugel (und die höchste auf der Südhalbkugel - dort werden ab da die Tage wieder kürzer). Wie kommen die Jahreszeiten überhaupt zustande? Ist die Erde im Winter am weitesten von der Sonne entfernt? Das Gegenteil ist der Fall - wenn auf der Nordhalbkugel Winter ist, steht die Erde viel näher an der Sonne als sonst. Das hat einen interessanten Effekt auf die Dauer der Jahreszeiten, wie Dieter B. Herrmann in seiner Videokolumne vom Dezember erklärt.

Erinnern wir uns kurz an das dritte Keplersche Gesetz. Es besagt, dass Himmelskörper an dem Ende der Bahnellipse, die dem gemeinsamen Schwerpunkt des Systems näher liegt, schneller sind als am anderen Ende, wo sie vom Schwerpunkt weiter entfernt sind. Wenn nun die Erde im Winter näher an der Sonne wandert als im Sommer, bewegt sie sich somit im Winter schneller, was zur Folge hat, dass die kalte Jahreszeit kürzer ist als die warme.

Im Dezember steigt etwa um 21 Uhr der Orion mit seinem prächtigen Nebel über den Horizont, schon etwas früher sind die Plejaden rechts von Orion zu sehen, ein kleiner, hübscher und recht auffälliger Sternhaufen. Beide sind mit dem Fernglas sehr gut zu beobachten. Die ganze Nacht über leuchtet ein Stern besonders hell vom Himmel, der jedoch kein Stern ist, sondern der Planet Jupiter. Er steht im Dezember in Opposition, also am Himmel gegenüber der Sonne.

Auch die Kolumne zum Thema I wie Interstellare Materie ist online und hier zu sehen.