Universum

Methanseen auf Titan bestätigt

Titan (Cassini)Dass der Saturnmond Titan über Seen flüssiger Kohlenwasserstoffe auf seiner Oberfläche verfügt, dürfte jetzt als gesichert angesehen werden. Forscher entdeckten mit Hilfe eines Infrarotspektrometers an Bord der Raumsonde Cassini, dass die seit einigen Jahren bekannten, an irdische Gewässer erinnernden Gebiete in den Polregionen aus flüssigem Ethan, Methan sowie Stickstoff bestehen. Für die Suche nach Leben im All bleibt Titan damit ein heißer Kandidat.

Weiterlesen...

 

Supernova sorgt für Forscher-Zwist

SN 2008D Am 9. Januar 2008 waren die Astronomen zum ersten Mal live dabei: Das Gammastrahlenteleskop Swift beobachtete gerade eine schon länger bekannte Supernova in der Galaxie NGC 2770,  als es einen unerwarteten Röntgenstrahlenausbruch registrierte. Dieser stammte aber nicht von dem observierten Objekt, sondern hatte seinen Ursprung in einem anderen Spiralarm der gleichen Galaxie – eine zweite Supernova war aufgeflammt. SN 2008D, so der Name der unerwartet aufgetretenen Sternexplosion, ist somit die erste, bei der Wissenschaftler den Moment ihrer Entstehung mitverfolgen konnte. Jetzt gibt es unterschiedliche Auffassungen, was genau dabei passiert ist.

Weiterlesen...

 

Sonnenfinsternis am 1. August

Partielle Sonnenfinsternis 11.9.2007Wenn sich am Freitag der Mond vor die Sonnenscheibe schiebt, wird man in Mitteleuropa kaum etwas davon mitbekommen. Gerade mal 23 Prozent beträgt der Grad der Bedeckung im äußersten Norden Deutschlands, mit jedem Kilometer nach Südwesten wird es weniger. Wer mehr will, muss weit reisen: In diesen Tagen starten etliche Reisen von SoFi-Enthusiasten nach Russland oder China. Hier wird das Schauspiel als Totale Sonnenfinsternis sichtbar sein.

Weiterlesen...

 

Nachtwolken - Zeichen des Klimawandels?

Wenn die Nächte kurz und hell werden, kann man sie sehen: Dünne, silbrig-blau glänzende Wolken am Nordhimmel, oft tief am Horizont. Über 120 Jahre nach ihrer Entdeckung sind diese „Nachtleuchtenden Wolken“ nach wie vor ein Rätsel. Man weiß nicht genau, wie sie entstehen, aber sicher ist: Es werden immer mehr.  Wissenschaftler vermuten, dass sie mit dem globalen Klimawandel in Zusammenhang stehen und wollen ihnen nun auch vom Weltraum aus auf die Spur kommen.

Weiterlesen...

 

Sternmonster hinter Staubwolken

peony starStünde er an der Stelle unserer Sonne, würde er den Merkur auf seiner Bahn verschlucken. 100 Mal größer ist sein Durchmesser, mindestens 50 Mal seine Masse und seine Leuchtkraft übertrifft sogar 3,2 Millionen Mal die unseres Heimatgestirns. Damit ist WR 102ka, der auch "Pfingstrosennebelstern" genannt wird, der zweithellste Stern der Milchstraße. Obwohl er schon länger bekannt war, enthüllte erst jetzt das Weltraumteleskop Spitzer und das New Technology Telescope (NTT) der ESO seine wahren Dimensionen.

Weiterlesen...

 

Kosmischer Besucher im Doppelpack

2008 BT18Erst seit Kurzem ist bekannt, dass der Asteroid 2008 BT18 einen Begleiter hat. Etwa 200 Meter groß ist sein Mini-Mond. 2008 BT18 selbst misst auch nur 600 Meter, es handelt sich also um einen Doppel-Asteroiden. Am Montagnachmittag deutscher Zeit passiert 2008 BT18 die Erde in einer Entfernung von 2,2 Millionen Kilometern mit einer Geschwindigkeit von 45.000 Kilometern pro Stunde. Das entspricht rund der 6-fachen Entfernung Erde-Mond. Um eine Kollision muss man sich also keine Sorgen machen.

Weiterlesen...

 

Woher stammen die Meteorite?

Ein typischer Chondrit Astronomen aus Brasilien und den USA ist es gelungen, die Quelle für die häufigsten auf der Erde gefundenen Meteoriten aufzuspüren. Mit dem Gemini-Zwillingsteleskop maßen sie das Spektrum von vier sehr jungen Asteroidengruppen im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Der Vergleich mit auf der Erde gefundenen gewöhnlichen Chondriten zeigt eine deutliche Übereinstimmung. Diese Entdeckung stellt den ersten aus einer astronomischen Beobachtung gewonnenen Beleg für den Asteroidengürtel als Quelle der Steinmeteorite dar.

Weiterlesen...

 

Supernova gibt Rätsel auf

Massenakkretion auf einen Weißen Zwerg Supernovae vom Typ Ia sind wertvolle Standartkerzen für die Astronomie. Ende der 1990er Jahre etwa entdeckte man mit ihrer Hilfe die beschleunigte Expansion des Universums. Nun aber beobachteten Astronomen am 10-Meter Keck Zwillingsteleskop auf Hawaii eine Typ Ia-Supernova, die viel leuchtschwächer ist als üblich. Die Beobachtungen im optischen, nahen infraroten und ultravioletten Wellenlängenbereich zeigen, dass die Explosionsmechanismen einer ganzen Unterklasse des Typs Ia nach wie vor unverstanden sind.

Weiterlesen...

 

Der Überraschungsplanet

Calorisbecken, Aufnahme von MESSENGERZwei Tage Zeit zum Fotografieren. 30 Minuten zur Messung des Magnetfeldes und der Atmosphäre. Weniger als 10 Minuten für weitere Messungen. Danach war Merkur nicht mehr der Planet, den wir vorher kannten. Der erste Vorbeiflug der Raumsonde MESSENGER am 14. Januar 2008 hat mehr zu unserem Wissen über Merkur beigetragen als Jahrzehnte der Forschung zuvor. Sicher ist vor allem eines: Der sonnennächste Planet ist alles andere als der tote, uninteressante Felsbrocken, für den man ihn gehalten hat.

Weiterlesen...