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Credit: www.kontexis.deRichtig. Jetzt fliegen wir in den Kuiper-Gürtel. Er ist nach dem US-amerikanischen Astronomen Gerard Kuiper (1905–1973) benannt, der als Erster meinte, dass viele kleine Körper in einer großen Scheibe jenseits des Neptun umherfliegen.

Credit: www.kontexis.deEiner der größten Brocken in diesem Gürtel ist Pluto. Er wurde erst im Jahre 1930 entdeckt und als neunter Planet bezeichnet. Doch später zeigte sich, wie winzig er ist: Pluto besitzt nur einen Durchmesser von 2400 Kilometern und ist damit kleiner als der Mond der Erde. Deshalb haben ihn die Astronomen 2006 aus der Planetenfamilie verbannt. Nun gilt er als Zwergplanet. Und davon gibt es im Kuiper-Gürtel viele. Die meisten sind aber noch viel kleiner als Pluto. Sie bestehen aus Eis und Gestein. Bisher sind schon eintausend solcher Winzlinge bekannt, aber es gibt sicher viel mehr.

Wenn ein schöner Komet mit einem langen Schweif am Himmel steht, dann kann das ein Besucher aus dem Kuiper-Gürtel sein. Viele Kometen kommen aber von noch weiter her. Und zu dieser zweiten „Kometenstube“ fliegen wir jetzt gerade hin. Es ist die Oortsche Wolke, benannt nach dem holländischen Forscher Jan Hendrik Oort (1900 – 1992). Hier in der eisigen Kälte weit draußen im Weltall tummeln sich viele hunderttausend kleine Eisbrocken. Auch sie kommen manchmal als Kometen bis in die Nähe der Sonne. Dann schmilzt das Eis und es entstehen Gase, die wir als Schweif am Himmel sehen können.

Curis Datenblatt: KUIPER-GÜRTEL
Objekte: bisher 1000 bekannt
PLUTO
Temperatur: -230°C
Poldurchmesser: 2390 km
Monde: 3
OORTSCHE WOLKE
Gesteins-, Staub- und Eiskörper umschließen das Sonnensystem wie eine Schale - zirkumsolare Kometenwolke

Text: Dieter B. Herrmann
Illustrationen: Egge Freygang
Herausgeber: KON TE XIS