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ErdfahrtWie meinte einst Helmut Schmidt? Wer Visionen hat, der soll zum Arzt gehen. Das Ansehen des Altbundeskanzlers steht in Deutschland hoch im Kurs. Vielleicht haben sich deswegen die Schöpfer des neuen deutschen Raumfahrtprogramms so streng an seine Mahnung gehalten. Bloß nicht den Verdacht aufkommen lassen, ein Fall für die "Klapse" zu sein. Oder auch nur ansatzweise Dinge zu propagieren, die einer strengen Kosten-Nutzen-Rechnung, dem heiligen Gral deutschen Rationalitätsdenkens, nicht standhalten zu könnten.

Das bisherige deutsche Raumfahrtprogramm aus dem Jahre 2001, entstanden unter Frau Bulmahn, streute das Wort "Vision" noch recht großzügig durch das Dokument. Nicht ihm irgendeine Bedeutung zukam. Es war schick,  jeder benutzte es, also musste es rein.

Bulmahns Raumfahrtprogramm war - womöglich kann es bei solchen Pamphleten gar nicht anders sein - ein lauwarmes Konstrukt, das auf dem Glauben basierte, wenn man nur von jeder Zutat etwas in den Topf tut, dann wird das Gericht am Ende ein Eintopf der Weltklasse.  Das Resultat war, dass Deutschland, zweitgrößter Raumfahrtzahler in Europa, zwar überall im Vorderfeld mitruderte, ohne aber auch mal wo entschlossen die Führung zu übernehmen oder sich vielleicht gar auf irgendeinem Feld von der Masse abzusetzen.

Deutschland setzte keine Impulse. Demzufolge kamen auch keine von außen. Meinung, Politik und Programme wurden wie all die Jahre zuvor in Frankreich gemacht und Deutschland trottete brav hinterher. (Klicken Sie hier um die Fortsetzung des Artikels zu lesen).