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Curiosity; Credit: NASA"Operation Himmelskran"
oder "Sieben Minuten des Schreckens"

Der siebenminütige Höllenritt im Unwahrscheinlichkeitsmodus

Am 6. August wird der NASA Rover "Curiosity" auf dem Mars landen. Er wird das auf jeden Fall tun. Seit Monaten lässt die Mechanik seiner Flugbahn keine andere Möglichkeit mehr zu, sofern man sie nicht beeinflusst. Die entscheidende Frage ist nur: Wo auf dem Mars landet er und vor allem mit welcher Geschwindigkeit wird er es tun?

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SOHO-Bilder des Venustransits 2004, Bildcredit: NASA/LMSALAm 6. Juni steht uns ein astronomisches Jahrhundert-Phänomen ins Haus. Seine Existenz hat entscheidend zur Entwicklung der Naturwissenschaften beigetragen. Es ist ein Ereignis, dem Wissenschaftler in früheren Zeiten jahrzehntelang entgegenfieberten, und das heute noch den Status einer astronomischen Rarität hat. Das Ereignis, um das es hier geht, ist ein "Venus-Transit".

Weiterlesen: Jahrhundert-Ereignis für Frühaufsteher

Missionslogo mit Kleeblatt; Credit: SpaceXAm US-Weltraumzentrum in Cape Canaveral steigt die Spannung. Am 19. Mai - oder nur wenig später - ist es so weit. Dann wird die privat konstruierte und gebaute "Dragon"-Raumkapsel des US-Unternehmens "SpaceX" auf einer ebenfalls unternehmenseigenen Falcon 9-Trägerrakete zur Internationalen Raumstation aufbrechen. Deren Crew ist bereits darauf vorbereitet, die erste private Orbitalkapsel der Welt in Empfang zu nehmen.

Bereits am 16. April fand bei der NASA der "Flight Readiness Review" (FRR) für Startgerät und Kapsel statt. Mit dem Ergebnis, dass erstmals in der Geschichte der Raumfahrt ein privates Raumfahrzeug die Freigabe erhielt, die Internationale Raumstation zu besuchen. Einige wenige offene Punkte gab es allerdings doch noch. Sie verhinderten, dass der Start, wie zunächst vorgesehen, am 30. April stattfinden konnte. An diesem Tag fand nun ein so genanntes "static firing" statt. Dabei wurde ein Übungs-Countdown bis einschließlich der Zündung der neun Haupttriebwerke durchgeführt, ganz wie beim "richtigen" Start.

Weiterlesen: Showtime für Dragon und Falcon

Vorbereitung auf den StartWas ist das für ein Ding? Ein amerikanischer Mittelständler braucht dafür dreieinhalb Jahre, 150 Millionen Dollar und etwa 250 Mitarbeiter. Die europäische Raumfahrt benötigt dafür 13 Jahre, eine Milliarde Euro und den Einsatz von mindestens 1.000 Menschen.

Das "Ding", um das es hier geht, ist ein Satellitenträger für kleine Nutzlasten. Im aktuellen Fall der technisch recht anspruchslose neue europäische Kleinträger Vega. Wobei „neu“ nach dieser immensen Entwicklungsdauer eher ein Euphemismus ist. Die Vega, das ist die kleine Schwester der großen Trägerrakete Ariane 5.

Weiterlesen: Sorellina "Vega" ist startklar

GrafikMit dem erfolgreichen Start von sechs Globalstar-Mobilfunksatelliten auf einer Sojus-Fregat am 28. Dezember von Baikonur aus endete das Raumfahrtjahr 2011. Insgesamt wurden im Jahr 2011 wurden von 7 Nationen (Europa wird hier als "Nation" erfasst) insgesamt 84 Weltraumstarts durchgeführt. Das ist die höchste Zahl seit 14 Jahren.

Weiterlesen: Raumfahrtstatistik 2011