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Am 12. September, um 02:51 Uhr mitteleuropäischer Zeit landete die Rückkehrkapsel des Raumschiffs Sojus TMA-16M nach einem problemlosen Flug sicher in der kasachischen Steppe. Das Raumfahrzeug hatte um 23:29 Uhr am 11. September vom Swesda-Modul der ISS abgelegt. Die Crew, bestehend aus Sojus-Kommandant Gennadi Padalka, dem kasachischen Kosmonauten Aydin Aimbetov und dem ESA-Astronauten Andreas Mogensen, ist wohlauf.

Für Morgensen und Aimbetov war es eine der seltenen "Kurzzeit-Besuchsmissionen" auf der ISS. Sie war zustande gekommen, weil Scott Kelly und Mikhail Kornienko, die einen einjährigen Aufenthalt an Bord der ISS durchführen, für ihre Landung im kommenden März ein "frisches" Sojus-Raumfahrzeug brauchen. Was daran liegt, dass die Lebensdauer der Sojus-Raumkapseln auf 200 Tage begrenzt ist.

Padalka war am 27. März zusammen mit Kelly und Kornienko zur Station gestartet und hatte seither eine "normale" Dienstphase von 168 Tagen Dauer auf der Raumstation absolviert. Am 02. September war Sojus TMA-18M - quasi das Ersatzraumschiff für Sojus TMA-16M - mit den Kosmonauten Sergei Volkow, Aidyn Aimbetow und Andreas Mogensen gestartet. Volkov verbleibt jetzt für Padalka ebenfalls für einen "normalen" fünfeinhalb Monate langen Aufenthalt an Bord der ISS. Er wird Anfang März zusammen mit Kelly und Kornienko zur Erde zurückkehren.

Für Morgensen und Aimbetov dauerte diese Mission nur ziemlich genau 10 Tage. Für die beiden war es der erste Raumflug. Ganz anders als bei Padalka. Er hat bei seinen bislang fünf Missionen schon 879 Tage im Weltraum verbracht. Das ist Weltrekord. Er übertraf damit den bisherigen Rekord von Sergei Krikalev um zweieinhalb Monate.

An Bord der Station verbleiben jetzt Scott Kelly, der bis zu seiner Landung im März als Commander der ISS fungiert, sein US-Astronautenkollege Kjell Lindgren, der japanische Astronaut Kimiya Yui und die drei russischen Kosmonauten Mikhail Kornienko, Olek Kononenko und der frisch eingetroffene Sergei Volkov.

Der NASA-Fotograf Bill Ingalls erwischt die Sojus im Moment der Zündung der Retro-Raketen. CR: NASA